Sichere Hooping-Tipps und -Techniken

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Als Fitnessprofi weißt du, dass jeder Mensch auf unterschiedliche Weise lernt. Im Folgenden findest du eine Anleitung zum Unterrichten der Hooping-Technik, die sich als erfolgreich erwiesen hat.

Halte den Powerhoop mit beiden Händen waagerecht, gegen den unteren Rücken gedrückt. Stelle die Füße hüftbreit auseinander und mache mit einem Fuß einen Schritt nach vorne, etwa 10 cm. Stelle dich aufrecht hin und lockere deine Knie, damit sich der Körper stabil, ausgeglichen und entspannt anfühlt.

Bleibe aufrecht stehen, halte den Powerhoop waagerecht und die Augen auf den Horizont gerichtet, führe den Powerhoop über die Bauchmuskeln in die gleiche Richtung wie der vordere Fuß. Geschwindigkeit ist wichtig – gib ordentlich Gas. Bewege die Hüften nach vorne und hinten (nicht von Seite zu Seite), damit sich der Powerhoop weiterdreht. Spanne die Bauchmuskeln an und „stoße“ mit deinem Bauch gegen den Stoß des Powerhoop an.

Sobald du die Grundtechnik beherrschst, stoppst du den Powerhoop mit deinen Händen, wechselst die Position der Füße und lässt den Hula-Hoop in die entgegengesetzte Richtung kreisen. Das mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen, aber für ein ausgewogenes Training ist es sehr wichtig, den Powerhoop gleich lange in beide Richtungen zu bewegen. Hooping baut schnell Bauchmuskeln auf. Wenn der Powerhoop nicht beidseitig benutzt wird, können sich die Muskeln nur auf einer Körperseite anspannen und stärken!

Erinnere dich häufig an die korrekte Technik während der Hooping-Abschnitte. Wenn deine Kursteilnehmer Schwierigkeiten haben, sich an die richtige Haltung zu erinnern, korrigiere und motiviere sie regelmäßig mit den richtigen Teaching Skills.

Die Betonung auf die korrekte Technik während des Workouts hilft dabei, den Körper richtig auszurichten. Der Einsatz der Bauchmuskeln bedeutet, dass Powerhooper die Ergebnisse praktisch sofort sehen und spüren – was besonders für neue Fitnessstudio-Mitglieder oder Kursteilnehmer äußerst motivierend ist.

Hooping ist für viele Menschen eine Herausforderung, bringt aber ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man es einmal gemeistert hat. Deine Kursteilnehmer werden Lob und Zuspruch zu schätzen wissen, wenn sie Fortschritte machen.

Warum sollten Sie einen Fuß nach vorne stellen und bei Richtungswechsel die Fußposition ändern?

1. Die Knie sind nicht für seitliche und kreisförmige Bewegungen ausgelegt, eine übermäßige Drehung kann im Laufe der Zeit zu Schäden führen. Achten Sie darauf, wie sich Ihre Knie in Abhängigkeit von der Position Ihrer Füße verhalten. Wenn Sie einen Fuß nach vorne stellen, bewegen sich Ihre Knie hauptsächlich vor und zurück.

2. Anfänger können Blutergüsse im Bereich der Taille bekommen, insbesondere wenn sie nur in eine Richtung drehen. Wichtig ist, dass drehen gleichmäßig in beide Richtungen zu trainieren. Drehen Sie immer in die Richtung Ihres vorderen Fußes und wechseln Sie diese Position mit der Richtung. Beim drehen in Richtung Ihres vorderen Fußes schlägt der Powerhoop nicht so stark gegen Ihren Hüftknochen und kann so zu weniger Schmerzen führen. Fortgeschrittene werden hier kaum einen Unterschied spüren.

3. Jede sportliche Aktivität kann nach einigen Jahren zu Verschleiß führen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Training ausgeglichen und abwechslungsreich halten. Das Ändern der Position Ihrer Füße beim Richtungswechsel unterstützt das symmetrische Training während des Powerhoopings.

Problemlösung

Kursteilnehmer haben Probleme beim Hooping? Es ist durchaus üblich, dass es in einem Anfängerkurs ein paar Teilnehmer gibt, die Schwierigkeiten mit dem Einstieg haben. Personen mit einer „Apfelform“ können Probleme haben, da ihre Hüften kleiner sind als ihre Taille und somit der Powerhoop naturgemäß nach unten fallen möchte.

Manche brauchen auch länger als andere, um das Hooping zu meistern. Es ist deine Aufgabe als Trainerin, zu beobachten, zu analysieren und Feedback zu geben. Wenn du dir Zeit nimmst, die Technik eines Teilnehmers zu beobachten, kannst du das Problem diagnostizieren und korrigieren. Im Folgenden sind ein paar der häufigsten Schwierigkeiten aufgeführt, die von unseren erfahrenen Trainern berichtet werden:

„Ich bekomme ihn nicht in Schwung.“

Ein häufiger Fehler ist es, sich zu bücken oder den Powerhoop in einem Winkel zu starten. Der Anwender sollte aufrecht stehen, den Blick nach vorne richten und den Powerhoop beim Start waagerecht halten. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit hilft ebenfalls. Es ist notwendig, die Geschwindigkeit hoch zu halten, damit der Powerhoop nicht fällt. Hier sind zwei Tipps, die sich als hilfreich erwiesen haben:

Bitte den Anwender, die Handfläche seiner „Starthand“ auf die gegenüberliegende Seite seiner Taille zu legen. Erkläre, dass das der Endpunkt der Startbewegung sein wird. Dieses Durchziehen sorgt dafür, dass der Powerhoop horizontal bleibt.

Um den Impuls beim Start zu erhöhen, bitte den Anwender, seinen Körper in die gleiche Richtung wie den Powerhoop zu drehen, während er ihn in Bewegung setzt.

Wie bereits erwähnt, gibt es auch Personen, deren Hüfte deutlich kleiner ist als die Taille. Diese Personen können erhebliche Schwierigkeiten haben, die Hooping-Technik zu erlernen. Wenn sie jedoch zielstrebig bleiben, bekommen sie in den meisten Fällen den Dreh schnell raus. Wenn sie Fortschritte machen und ihre Taille schmaler wird, wird das Hooping natürlich noch einfacher werden.

Es gibt auch Personen, die Schwierigkeiten haben, die Bewegung ihres Körpers mit der Rotation des Powerhoops zu synchronisieren. Es kann hilfreich sein, sie daran zu erinnern, eine Vorwärts-Rückwärts-Bewegung anzuwenden und gegen den Powerhoop zu stoßen, anstatt zu versuchen, ihn herumzuschwingen.

Hier sind weitere Coaching-Punkte für die häufigsten Schwierigkeiten:

„Sobald ich meine Arme hebe oder mich bewege, fällt der Powerhoop herunter.“

Ziehe den Bauchnabel ein, atme und lasse den Powerhoop ein wenig schneller drehen.

„Ich kann den Powerhoop nur in eine Richtung drehen.“

Es kann eine Herausforderung sein, den Powerhoop auf der nicht-dominante Seite zu drehen, aber übe weiter mit der richtigen Technik und du wirst Fortschritte machen. Wenn du Hooping über längere Zeit auf einer Seite praktizierst, kann dies zu einem muskulären Ungleichgewicht führen und die Wirbelsäule destabilisieren.

„Mein Powerhoop dreht sich in einem Winkel.“

Die Zehen und Knie sollten bequem nach vorne zeigen und nur eine Fußbreite auseinander sein. Ein breiter Stand und Fuß (mit zu weit herausgedrehter Zehe am hinteren Bein) ist normalerweise der Grund für den Winkel des Powerhoops. Das passiert womöglich nur auf der nicht-dominanten Seite. Zusätzlich zur Anpassung der Fußposition ist darauf zu achten, dass der Teilnehmer aufrecht steht und gleichmäßig durch beide Hüften drückt (stoßen) und keinen großen Bogen macht.

„Mein Powerhoop stößt ständig an meinen Hüftknochen.“

Steh aufrecht und halte Körperspannung. Eine Erhöhung der Powerhoop-geschwindigkeit hilft ebenfalls, da der Powerhoop dadurch höher in den Bauchbereich gehoben wird. Stärke die Fußstellung und die Vorwärts-Rückwärts-Bewegung.

Blutergüsse nur auf einer Seite:

Bewege den Powerhoop gleichmäßig in beide Richtungen. Auch hier solltest du deine Teilnehmer über die Vorteile eines ausgewogenen Core-Workouts aufklären, einschließlich Wirbelsäulenstabilität, Muskelkraft und Gleichgewicht.

Vereinzelt sieht man Teilnehmer, die sich seitlich drehen und überwiegend mit einer Hüfte stoßen. Auch wenn diese Position für manche die bevorzugte Variante ist, um den Powerhoop oben zu halten, müssen wir die Teilnehmer in einer „nach vorne gerichteten“ Haltung ausbilden, um eine gerade Hüfte und Schultern zu garantieren und eine größere Wirkung des Powerhoops bei der Aktivierung des Transversus abdominis zu ermöglichen.

Das oberste Gebot eines Trainers ist die Sicherheit, also achte bitte darauf, keine Kompromisse bei der Technik zu machen, wenn du deine Teilnehmer fordern willst – das kann zu Verletzungen führen.